Hera Lind

Eine Handvoll Heldinnen von Hera Lind
384 Seiten- Diana Verlag
ISBN:  978-3453291560

Eine Handvoll Heldinnen erzählt die Geschichte um Katja Richter, einer Frau nur noch für die Menschen um sie herum lebt. Erst als sie im Urlaub auf die schwergewichtige Nachtclubbesitzerin Erna trifft merkt sie wie ihr Leben eigentlich aussieht. Es ist nicht das schöne Leben was sie allen vorspielt, sondern eine kaputte Beziehung zu einem Mann die sie eigentlich nur für ihre Tochter aufrecht gehalten hat. Albert ist ein übermutiger sportsüchtiger Mann der sich nur für sich und seine Figur interessiert und Katja eigentlich nur als Hausfrau, die alles erledigt, braucht.
Als dann auch noch Tochter Juli während ihres Urlaubs durchs Abitur rasselt, woran Albert  nur ihr und Julis Faulheit die Schuld gibt, denkt Katja immer mehr daran wie unglücklich sie eigentlich ist und das ihre Eltern ihre Alberts wahre Natur eigentlich schon vor 20 Jahren prophezeit hatten. Trotzdem erlaubt sie Juli während der Ferien den Jazz-Workshop.
Doch als Juli im Workshop den blinden Jonas kennen lernt und die kommen die Probleme immer mehr über Katja, sie freut sich zwar für die beiden, hat aber deshalb auch Angst vor Albert. Insbesondere als sie auch noch erfährt das ihre Tochter schwanger von Jonas ist.
Zum Glück hat sie Erna als tatkräftige Unterstützung in allen Lebenslagen und sie soll nicht die einzige Heldin bleiben, die Katja in nächster Zeit kennen lernt und damit ihr Leben vollkommen auf den Kopf stellt. Aber ist das wirklich schlimm?

Mir hat das Buch "Eine Handvoll Heldinnen" sehr gut gefallen. Ich lese normalerweise nicht dieses Genere und hatte deshalb auch keine besonders hohen Erwartungen an das Buch. War aber positiv überrascht, denn dies ist nicht nur ein Buch zum Abschalten, es ist auch eins zum Nachdenken.
Man lernt Katja wunderbar kennen und wie sie sich in ihrer Situation fühlt. Hera Lind beschreibt ihre Gedanken wunderbar, besonders ihren Zwiespalt der Gefühle. Die Autorin hat einen wunderbar flüssigen Schreibstil der das Lesen angenehm macht. Auch die Figuren sind überwiegend symphytisch dargestellt. Während des Lesens kann man sich sehr gut vorstellen wie die Figuren miteinander interagieren und so ihre Geschichte super verstehen.
Es ist toll beschrieben wie Katja sich entwickelt, man merkt wie die Umwelt sie lenkt und beeinflusst. Sie wird mehr und mehr zu einen sich besser fühlenden Menschen und schafft es so aus ihrem Leben auszubrechen.
So kann ich dieses Buch jedem wärmstens empfehlen, der dieses Genre liest oder einfach mal in ihm schnuppern will. Was ab und an etwas nervig und anstrengend ist, ist das Erna gerne berlinert und Hera Lind dies auch in diesem Stil verfasst hat. So manchmal etwas schwierig sie zu verstehen und zu deuten was sie meint. Dies hat meine Lesefreude aber in keinster Weise geschmälert und somit wird es für mich auch nicht das letzte Buch aus diesem Genre gewesen sein.


http://www.randomhouse.de/Buch/Eine-Handvoll-Heldinnen-Roman/Hera-Lind/e445668.rhd

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